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Die Sache mit dem Bassspielen kam so: In der Grundschule gab´s eine Blödflocken-AG - allerdings fand ich´s ziemlich doof, dass man da reinpusten und dann noch mit mehreren Fingern Löcher zuhalten musste, damit ein Ton rauskam - von dessen Qualität mal ganz zu schweigen. Mein Kumpel wollte in´s Akkordeon-Orchester. Da mein Vater auch mal so ein Teil gequetscht hatte, ging ich halt mal mit. Auf jeden Fall war es leichter
einen Ton rauszubekommen als bei der Flöte, die dann kurzerhand abserviert wurde. Zuerst wurde uns mehrere Stunden lang beigebracht, wie man einen Notenständer korrekt auf- und abbaut... In der Akkordeon-Schlussphase - ich war so. 14/15 Jahre alt - bekam mein Klassenkamerad Locke dann ´ne E-Gitarre geschenkt. Das war sozusagen die Keimzelle
von VARNISH. Lex war schon als Fötus zum Pianisten ausgebildet worden und wir beschlossen, zusammen Musik zu machen. Mit dem Akkordeon zur Probe zu kommen, wäre völlig uncool gewesen, deshalb habe ich mir für mein C-64 ein
Keyboard gekauft und war für “Soundeffekte” zuständig. Naja, so ein Homecomputer gibt da nicht gerade viel her, also haben wir überlegt, was ich denn sonst spielen könnte. Logisch: Den Bass!!! Da ist meine Geschichte wohl der
übliche Klassiker unter den Bass-Anfänger-Stories. Konsequenterweise sind wir in den nächsten Musikladen getrampt und haben uns “beraten” lassen. Der billigste Bass war nach einiger Überredenskunst bei meinen Eltern dann doch
irgendwie finanzierbar. Mein Vater baute einen alten Röhrenradio um und ich konnte zur ersten Probe. Man war ich cool. Okay - jetzt erstmal die Haare wachsen lassen und dann schnell Rockstar werden. Im VARNISH-Endstadium habe ich dann auch die ersten Jazz-Gehversuche mit einem Gitarristen im Duo und in der TBA-Big-Band gemacht. |